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29. Januar 2017

TGS-Vereinsheim: SPD setzt sich für Bürgschaft ein

TGS-Vereinsheim: SPD setzt sich für Bürgschaft ein

Das Bauvorhaben der TGS Erbach stockt noch vor dem ersten Spatenstich. Die Gründe dafür wurden in der vergangenen Fraktionssitzung der SPD erörtert. So haben die Genossen bei der TGS angefragt, warum das geplante Vereinsheim am Bachhöller Weg noch nicht über den Bauplan hinaus gelangt ist.


Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Hannes ist die Situation zerfahren. „Die SPD hat 2016 beantragt, dass die Stadt 150.000,00 Euro als Entschädigung für das alte TGS-Vereinsheim am Sportplatz überweist. Dies hat die Stadtverordnetenversammlung auch so beschlossen. Bisher wurde jedoch nichts gezahlt.“ Hannes wundert sich über Stimmen aus der CDU, die das Geld als Vereinsförderung betrachten. Dies war so nie Grundlage des Beschlusses und so sind die Gelder im Haushalt nicht eingeplant. Hannes fordert den Magistrat auf, Klarheit zu schaffen und die Beschlüsse punktgenau umzusetzen. Dazu gehört die vorbehaltlose Auszahlung des Entschädigungsbetrages von 150.00,00 Euro an die TGS Erbach.


Aus Kreisen der TGS erfuhr die SPD, dass zwischen den Kosten des geplanten Neubaus und der städtischen Entschädigung noch eine Deckungslücke besteht. Um dies auszufüllen, will die SPD sowohl im Ortsbeirat, als auch in der kommenden Stadtverordnetenversammlung beantragen, dass der TGS Erbach eine Bürgschaft der Stadt Eltville am Rhein zur Verfügung gestellt wird. Diese soll bis zum einem Betrag von 150.000,00 Euro in Anspruch genommen werden können. Durch diese Bürgschaft könnte die TGS Erbach einen Kredit zu günstigen Konditionen aufnehmen und erfüllt damit die üblichen Banksicherheiten, ohne dass Vorstands- oder sonstige Vereinsmitglieder mit ihrem privaten Vermögen haften müssen. „Damit wollen wir auch honorieren, dass die TGS Erbach ganz erhebliche Eigenmittel und Eigenleistungen erbringen wird, um das Projekt des Neubaus am Bachhöller Weg zu stemmen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hannes.


„Die TGS leistet eine vorbildliche Jugendarbeit, bietet ein breites Sportangebot auch für ältere Menschen und ist Erbachs mitgliederstärkster Verein. Deshalb unterstützen wir als Erbacher SPD das neue Vereinshaus und wollen der TGS helfen, die politischen Hürden zu nehmen“, erklärt der Erbacher SPD-Bezirksvorsitzende Joachim Wilhelm. Bei der großen Mitgliederzahl und den damit festen Beiträgen sieht die SPD keinerlei Risiken für die Stadt. Vielmehr ist es verwunderlich das Bürgermeister Patrick Kunkel nicht selbst bereits auf diese so naheliegende Idee kam. Die SPD hingegen empfindet das Sportlerheim als Bereicherung für das Eltviller Vereinsleben. Sie ist außerdem vom geplanten sportlichen Angebot überzeugt. Die TGS hat bereits angedeutet, dass Sie das Gebäude auch anderen Vereinen und Bürgern zur Verfügung stellt. Auch dies bestärkt die Genossen, sich weiter für das Bauprojekt einzusetzen und hofft, dass sich andere Fraktionen dem SPD-Antrag anschließen.


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